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Die Arbeitsgruppe „Kunst auf Juist“, eine im Jahr 2000 gegründete Untergruppe vom Heimatverein Juist, hat an den Rat der Inselgemeinde einen Antrag gestellt, in das Ausbauprojekt „Strandstraße“ auch die künstlerische Ausgestaltung mit einzubeziehen. Konkrete Pläne, wie das Projekt auszusehen hat, gibt es auch schon, auf der letzten öffentlichen Sitzung des Gemeinderates wurde es vorgestellt. Geplant sind im oberen Bereich der Strandstraße vier freistehende Säulen mit einer Figur, die sich auf dem Wege zum und ins Wasser befindet.
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Die hinterste Figur zeigt einen eilenden Menschen am Beginn des Weges, in der vorletzten Figur plantschen die Füße im Wasser, auf der zweiten Säule ist die Figur bereits zur Hälfte im Wasser und schließlich ist die Person ganz in den Wellen. Die Idee zu den Bronzeplastiken hatte der Künstler Wolfgang Lamché aus Ennigerloh. Er ist auf Juist kein Unbekannter, denn im Vorjahr hatten Elke und Heinz Kossmann die Patenschaft für eine Skulpturenausstellung übernommen und zwar sowohl auf dem Gelände vom Hotel „Achterdiek“, als auch auf verschiedenen Plätzen im Ort. Bei den Gästen hatten diese Plastiken großen Anklang gefunden und Familie Kossmann unterstützt auch jetzt den Kunstkreis sehr stark. Der Bildhauer, der über eine starke Beziehung zur Insel verfügt, hatte sich gedanklich mit der künstlerischen Ausgestaltung der Straße auseinander gesetzt. Da der Gast die Strandstraße in Erwartung des Anblicks der Nordsee und des Badeerlebnis empor steigt, soll der künstlerisch auf das Ereignis vorbereitet werden. Die Bronzedarstellungen sollen eine Grundfläche von 32 x 32 cm haben und sind zwischen 13 und 37 cm hoch, die Säulen werden aus Ibbenbürener Sandstein gefertigt, ein Material, dass sehr gut zur Pflasterung der Straße passt. Die Höhe der Steine sollen gegenläufig zum Niveau der aufsteigenden Straße zum Strand hin niedriger (unten 110 cm, oben nur noch 80 cm) werden, damit der Betrachter selbst das Gefühl bekommt, in den Fluten zu versinken. Rund 15 000 Mark wird eine Figur voraussichtlich kosten, d. h. insgesamt werden 60.000 Mark veranschlagt, wovon der Kunstkreis bereits die Hälfte zusammen hat. Dem Kreis gehören eine ganze Reihe namhafter Juister Bürger an, Hans Kolde fungiert als deren Sprecher. Man hat sich zum Ziel gesetzt, auf Juist mehr Kunstbegegnungen als bisher zu ermöglichen und sieht sich bei der Erfüllung dieser Aufgabe als Partner von Rat und Verwaltung, denen sie mit Vorschlägen für die Gestaltung und Finanzierung von Projekten zuarbeiten und helfen möchte. Die Pflege und Förderung von Kultur kommt nach Ansicht des Kunstkreises angesichts des steigendem Interesses der Gäste ständig mehr Bedeutung zu, jedoch sind professionelle Leistungen auf kulturellem Gebiet teuer und können aufgrund der fast völlig zum Erliegen gekommenen früheren Förderung mit öffentlichen Mitteln kaum mehr erbracht werden. Daher sieht es der Kunstkreis auch als seine Aufgabe an, Ideen an finanzstarke Personen oder Gruppe in unserer Gesellschaft heranzutragen, um sie als Partner für die Realisierung zu gewinnen, sei es auf dem Wege des Sponsoring oder durch Errichtung von Stiftungen. (Text: Stefan Erdmann, Foto: Sandra Lübkes)
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